Sundari's Welt
Ausstellung in der Klostermühle - Teil 2 - 16.02.03
Einführung zur Ausstellung in der Klostermühle, Heiligenberg

Liebe Gäste,
bei diesem trüben Wetter, haben wir versucht, etwas Farbe ins Spiel zu bringen und deshalb begrüße ich Sie zu einer farbenfrohen Ausstellung von Ma Dhyan Sundari

Dieser Name kommt aus dem Sanskrit und heißt übersetzt „eine schöne Meditation“. In Wirklichkeit heißt sie Jelinca Kolarevic-Stein. Geboren und aufgewachsen ist sie in Jugoslawien und hat dort in Belgrad Graphik und Design studiert und natürlich gemalt. Und wie sie mir verraten hat, hat sie früher auch getanzt und Gedichte rezitiert. Also wie wir sehen, haben wir es hier mit einer sehr kreativen Frau zu tun und noch dazu mit einer Frau, die gerne träumt. Dazu paßt ein Zitat von Friedrich Engels, einem deutschen Philosophen, der von 1820 – 1895 gelebt hat „Um ruhig zu sein, muss der Mensch nicht denken, sondern träumen“.

Und wenn wir uns die Bilder von Sundari anschauen, kann man sich durchaus vorstellen, wie sich manchmal einfach wegträumt, eintaucht in ihre eigene verwunschene Welt, Bilder entstehen lässt und Geschichten erzählt, alte Geschichten und neue Geschichten, fröhliche Geschichten und auch nachdenkliche Geschichten, aber wichtig: sie müssen immer ein Happy-End haben.

Ein kleiner Ausbruch aus einer Welt, die nicht nur fröhliche Gedanken aufkommen lässt, denn wohl jeder von uns denkt gerade jetzt darüber nach, wie das alles wohl so weiter geht. Schreckensszenarien, egal ob wir die Zeitung aufschlagen oder den Fernseher einschalten. Und nur zu gerne suchen wir die kleinen Oasen für den gedanklichen Rückzug, so wie Sundari sie sich schafft.
Sundari möchte das Kind in uns wieder zum Vorschein holen, und damit die Fähigkeit des Träumens, Staunens und Freuens. Denken Sie an die großen Kinderaugen und die Welt, die sie entdecken wollen... Ihr Malstil bewegt sich zwischen - naiv „Katzenhimmel“, „Geflüster in Zipelmützhausen“ - abstrakt „Zeit I+II“, „Reise ins Blaue“, ? - gegenständlich die Teekannenserie - meditativ „Mit dir bis ans Ende der Welt“
Geprägt wurde sie zum Einen von den jugoslawischen Naiven Malern, mit Generalic an der Spitze, aber auch Parallelen zu Hundertwasser entdecken wir Farbe ist wichtig. Intensive Blau-, Gelb- und Goldtönen springen uns entgegen, und dann wieder der Gegensatz: ganz helle Bilder, nur in Grautönen, diesmal in Spachteltechnik. Was auffällt sind die Zipelmützen, die ihren Platz in vielen Bildern haben. Manchmal groß und deutlich, dann wieder ganz klein, als wenn sie sich heimlich eingeschlichen hätten. Und so scheint es auch zu sein, denn Sundari erzählte mir, sie hätte manchmal gar nicht vor, Zipfelmützen zu malen, aber auf einmal wären sie einfach da. Eigene Welt...
Sundari arbeitet mit Acryl und Gouache, manchmal kommt Sand hinzu, um das Ganze plastischer zu machen. Und in einem Bild habe ich sogar Mohn entdeckt. Sollte er beim Kuchenbacken übriggeblieben sein?
Denn sie, die seit 1978 in Deutschland lebt, hat sich vor drei Jahren in Achim einen Herzenswunsch erfüllt: ein Kunstcafé, in dem sie nicht nur anderen Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre Werke auszustellen sondern ihre Gäste auch mit herrlichem selbstgebackenem Kuchen verwöhnt.

Sie sehen, es geht ihr nicht nur um ihre eigene Kunst, sondern sie möchte auch ein Forum bieten, in dem sich künstlerisch interessierte Menschen begegnen und austauschen können, oder einfach ein wenig Ruhe tanken wollen. Und Sundari engagiert sich für die Kinder in dieser Welt, indem sie Benefiz-Ausstellungen für die Dt. Welthungerhilfe oder UNICEF organisiert.

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um einzutauchen in Sundari’s Welt.

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